Vitamine statt Phosphatbinder

Donnerstag, 21. November 2013 / 

In Deutschland und im benachbarten Polen wird z. Zt. eine Zulassungsstudie durchgeführt, in der die Vitamineinnahme (Nicotinamid: Amid des Niacins, Vitamin B3) mit der üblichen Phosphatbindertherpie in der Wirkung verglichen werden soll. Nicotinamid senkt nach bisherigem Wissenstand hervorragend den Phosphatspiegel, indem es zum einen den Phosphattransport und damit die Aufnahme schon im Darm hemmt und zum anderen mehr Phosphat über die Niere bei erhaltener Urinausscheidung  ausgeschieden wird.

 

In einer sogenannten Phase-II-Studie wurde von vielen Patienten das Medikament bereits erfolgreich getestet. Um als Medikament die Zulassung zu erhalten muss in einer größeren Studie mit mehr Teinehmern nun die Wirksamkeit bewiesen werden.

 

Nach den bisherigen Forschungsergebnissen halten wir dies für einen guten Therapieansatz, weshalb wir uns entschieden haben, dies mitzutragen. Eine Phase-III-Studie erfüllt höchste Anforderungen der klinischen Forschungsarbeit und ist von der nationalen Ethikkommission geprüft und genehmigt worden. Die Studie wird mit überwacht von Prof. Dr. Ketteler, KfH und Klinikum Coburg, einem international renommierten Kollegen, der sich in seiner kompletten beruflichen Karriere eindringlich mit dem Calcium- und Phosphathaushalt befasst hat.

 

Geeignete Patienten dürfen, natürlich nur auf freiwilliger Basis, daran teilnehmen. Kein Patient wird zur Teilnahme gezwungen!

 

Es werden bei der Vitamin-Einnahme weniger Nebenwirkungen, als bei den üblichen Phosphatsenkern erwartet. Diese Tatsache hat uns überzeugt, den Arbeitsaufwand einer Studie auf uns zunehmen.

 

Die Studie dauert ein Jahr, danach erfolgt eine Auswertungsperiode. Wir hoffen, dass das Vitaminpräparat dann die Zulassung zur Verordnung erhält und erfolgreich bei vielen Patienten verordnet werden kann.

 

Genauere Informationen erhalten Sie von Dr. Hild und Dr. Reihl, bitte sprechen Sie uns gerne an.